Chinesische Diätetik – Ernährung

Chinesische Diätetik „Ernährung“ als ergänzende, alleinige oder präventive Methode. So wie die Akupunktur und Kräuterheilkunde in der chinesischen Medizin, ist die chinesische Ernährungstherapie als Energiequelle unverzichtbar. Die Ernährung als Therapie kann  nur dann funktionieren wenn der Patient ernsthaft daran interessiert ist Veränderungen in seiner Ernährungsweise zuzulassen.


Die chinesische Diätetik kann sowohl präventiv (vorbeugend) als auch ergänzend in  den Behandlungsplan mit eingebaut werden. Ein radikaler Schnitt der Eßgewohnheiten führt nicht immer zum Erfolg, da ein hohes Maß an Disziplin erforderlich ist und der Patient sehr schnell seine Motivation verliert. Hier gilt es, den Patienten langsam an die Umstellung zu gewöhnen, denn schon kleine Veränderungen im Speiseplan bewirken eine Veränderung im Organismus. Es ist überaus sinnvoll den Patienten langsam an die Ernährungsumstellung  zu gewöhnen. Er sollte möglichst auf  Nahrung verzichten die schädlich für ihn ist  und Nahrungsmittel die positiv auf seine Gesundheit wirken in den Speiseplan mit einbauen.

Um für den Patienten einen optimalen Ernährungsplan zu erstellen, ist die ausführliche Anamnese mit Puls und Zungendiagnose erforderlich.

Anhand des Befundes wählt der Therapeut Nahrungsmittel aus, die den Patienten bei Mangel-Syndrom stärken  und bei Fülle-Syndrom Energie ableiten lassen.

Durchführung
Erfolge brauchen Zeit und können nur dann erzielt werden, wenn Patient und Therapeut eng zusammenarbeiten. Die zu verordneten Nahrungsmittel richten sich immer nach der  Konstitution des Patienten. Nahrungsmittel sollten für den Patienten vom Ansehen, Geschmack und Geruch ansprechend sein.  Dies ist besonders wichtig, damit die Motivation des Patienten erhalten bleibt.

Zuordnungen von Temperatur, Geschmack, Funktionskreisbezug und Wirkrichtung der jeweiligen Nahrungsmittel bilden den Rahmen der Ernährungstherapie.

Mit dem Wissen der Zuordnungen und der Diagnose, ist es für den Therapeuten nun möglich die Ernährung individuell auf den Patienten abzustimmen und das Therapiekonzept, dass Akupunktur und Heilkräuter beinhaltet, abzurunden.

Prävention
Im präventiven Bereich richtet sich die Ernährung nach den Jahreszeiten. Das heißt also, der Mensch isst, was die jeweilige Saison zu bieten hat. Aber auch, dass er sich nach den  Temperaturen der Jahreszeit richtet. Im Sommer werden kühle im Winter warme Speisen eingenommen.

Frühling
Der Frühling bietet Nahrung mit grüner Farbe, pikantem Geschmack. Rohkost und Sprossen sind in dieser Jahreszeit empfehlenswert. Warme, fettige Speisen und Fleisch sind zu reduzieren.

Sommer
Im Sommer ist es sinnvoll Früchte, Säfte und Salate zu verzehren. Auf  trockene, erhitzte und fettige Nahrungsmittel hingegen sollte verzichtet werden.

Spätsommer
Der Spätsommer bietet mehr Nahrung mit gelber Farbe an.

Herbst
Ist der Herbst trocken, so werden befeuchtende und mehr erwärmende Speisen eingesetzt.

Winter
Im Winter ist es sinnvoll warm temperierte Nahrungsmittel und vermehrt Fleisch, Nüsse, Hülsenfrüchte und Trockenobst zu verzehren.

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